Liebe vergeht


Dokumentarfilm

Liebe vergeht
Niederbayrische Porträts

Dokumentarische Porträts, Regie, Buch, Schnitt: Matthias Wilfert, künstlerische Mitarbeit: Raphael Stolle, Kamera: Frank Amann, Ton: Sebastian Ehrig, Produktion: Bellaria Film München, BR, 2012 – 2015

Niederbayern – ein verlorener Kontinent. Wer jung genug ist und es kann, verlässt die bäuerliche Region am südöstlichen Zipfel von Bayern. Die Übriggebliebenen klammern sich an ihre häufig wenig rentabel gewordenen Höfe oder rar gewordenen Lohnanstellungen, fast wie Schiffbrüchige an ein Stück Treibholz. Sie versuchen dieser Situation etwas abzutrotzen, schließen sich zusammen in Notgemeinschaften, kämpfen um Selbstverständnis und Stolz. Der Regisseur Matthias Wilfert erkundet mit großer Sorgfalt das Leben in dieser Region und verleiht ihren BewohnerInnen in Porträtminiaturen filmische Präsenz.

Der Schattenhof , 30 Min., 2012. Der „Schattenhof“ hat vielen Höfen in Niederbayern eines voraus: seine Zukunft scheint geklärt. Kevin, der elfjährige Neffe des kinderlosen Besitzers Erich Dobler soll Erbfolger werden. Bis es soweit ist, bilden Erich, sein Bruder Karl und deren Cousine Irmingard eine Lebensnotgemeinschaft.

Max geht in Rente, 30 Min., 2012. Der bodenständige Vegetarier Max Probst steht kurz davor, das Vieh seines Hofes zu verkaufen und Rentner zu werden. Zusammen mit dem befreundeten Künstler Kristof Hannes des benachbarten „Amon Düül“-Künstlerhofes blickt er in eine unsichere Zukunft.

Sepp und seine Mam, 30 Min., 2013. Der 36jährige Sepp Mühldorfer bewohnt mit seiner Mutter Traudl den Weiler Weniglehen. Als ein Autounfall geschieht und eine junge Frau ins Leben beider tritt, tauchen Fragen auf.